Tresor-Sicherheitsstufen verständlich erklärt
Nicht jeder „Safe“ ist ein sicherer Tresor. Entscheidend ist die geprüfte Widerstandsklasse – sie bestimmt den Einbruchschutz und die Summe, die Ihre Versicherung im Tresor absichert.
Die wichtigsten Normen
- EN 14450 – Sicherheitsschränke (S1, S2): Einstieg, geringer Einbruchschutz.
- EN 1143-1 – echte Wertschutzschränke mit Widerstandsgraden (0, I, II …).
- VdS / ECB·S – unabhängige Zertifizierung, von Versicherern anerkannt.
Widerstandsgrade und versicherbare Summen
| Grad | Einsatz | Versicherbar (Privat, Richtwert) |
|---|---|---|
| S1 / S2 (EN 14450) | Dokumente, geringe Werte | bis ca. 2.000 – 3.500 € |
| Grad 0 (N) | Schmuck, Bargeld | ca. 40.000 € |
| Grad I | höhere Werte | ca. 65.000 € |
| Grad II | sehr hohe Werte | ca. 100.000 € |
Die versicherbaren Summen sind marktübliche Orientierungswerte und variieren je nach Versicherer und Police. Klären Sie die konkrete Summe immer mit Ihrer Hausrat- oder Wertsachenversicherung.
Brandschutz nicht vergessen
Einbruchschutz und Feuerschutz sind zwei verschiedene Dinge. Für Dokumente, Festplatten oder Bargeld lohnt ein zusätzlicher, geprüfter Feuerschutz (z. B. nach EN 1047 für Datenträger). Achten Sie auf die passende Feuerschutzklasse.
Richtig verankern
Ein leichter Tresor unter 1.000 kg muss laut Norm fest mit Boden oder Wand verankert werden – sonst tragen ihn Einbrecher einfach mit. Erst die fachgerechte Montage macht die Widerstandsklasse wirksam.
Die normgerechte Verankerung und – falls nötig – eine spätere Tresoröffnung übernimmt ein spezialisierter Fachbetrieb wie schlusseldienst-365.de.